Lege nach dem Eintreten ganz bewusst die Hand für zwei Atemzüge auf den Türrahmen. Spüre die Stabilität, atme aus, senke die Schultern. Lege Schlüssel und Telefon an einen festen Ort, als Zeichen: Draußen bleibt draußen. Dieser winzige Anker sortiert den Tag. Er ist nicht spektakulär, nur verlässlich. Mit der Zeit entsteht Verknüpfung: Schwelle gleich Ausatmen, und der Körper folgt dieser leisen Einladung bereitwillig.
Schreibe drei Minuten alles auf, was noch summt: Aufgaben, Sätze, Fetzen. Nicht ordnen, nur auslagern. Dann markiere eine Sache für morgen, schließe das Heft und lege es sichtbar beiseite. Dieses kleine Entladen entzieht kreisenden Gedanken Energie. Der Kopf wird freier, Gespräche werden freundlicher. Aus Papier wird Raum, und aus Klarheit entsteht oft natürliche Müdigkeit, die nicht mit Erschöpfung verwechselt werden muss.