Hebe den Blick, benenne leise drei solide, unbewegliche Dinge im Raum, und verfolge mit den Augen langsam eine Kante oder Linie. Das visuelle System liebt klare, ruhige Anhaltspunkte, besonders wenn alles innerlich wirbelt. Zähle die Farbtöne eines Posters oder die Anzahl der Fensterrahmen. Sobald du Details erkennst, verlangsamt sich oft das Tempo deiner Gedanken. Halte kurz inne, blinzele bewusst, und erlaube dir, die Tiefe des Raumes wahrzunehmen, als würdest du den Abstand zwischen dir und dem Außen freundlich vermessen.
Schließe, wenn möglich, für zwei Atemzüge die Augen und lausche. Welche Geräusche liegen weiter weg, welche näher? Ordne sie wie Schichten: ein entferntes Summen, Stimmen im Flur, dein Atem. Durch diese Landkarte des Klangs wird Orientierung spürbar, als würdest du einen ruhigen Anker werfen. Gönne dir dann einen bewussten, längeren Ausatem und höre, wie sich die Lautstärke im Kopf sanft verändert. Du brauchst keine Stille, nur Neugier. Manchmal reicht das Ticken einer Uhr, um die innere Geschwindigkeit freundlich zu drosseln.